Bundesamt für Strassen ASTRA

A1 Nordumfahrung Zürich

Dritte Röhre für den Gubrist

Der Gubristtunnel erhält eine dritte Röhre

Mit dem Bau einer dritten Röhre soll die Verkehrssituation beim Gubristtunnel entschärft werden. Ein aussergewöhnliches Bauvorhaben: Es gibt in der Schweiz keinen zweiten Tunnel mit diesem Ausbruchsdurchmesser im Hartgestein. Der Ausbruchsquerschnitt umfasst knapp 16 Meter. Zum Vergleich: Der Durchmesser der beiden ersten Röhren beträgt je 11,45 Meter.

Mit welcher Methode die dritte Röhre gebaut wird, ist noch offen. Unter den verschiedenen Vortriebsverfahren lassen sich zwei Hauptgruppen unterscheiden: der sogenannte konventionelle Vortrieb und der Vortrieb mittels Tunnelvortriebsmaschinen.

Tagbau in Weiningen und Zürich-Affoltern
Die neue Tunnelröhre wird in Portalnähe nur wenig unter der Erdoberfläche liegen. Und bei beiden Portalen stehen Gebäude, auf die man beim Bau der Röhre Rücksicht nehmen muss. Deshalb wird der Tunnel hier im sogenannten Tagbau erstellt. Mehr zur offenen Bauweise erfahren Sie auf hier

Betriebs- und Lüftungszentralen
Für die dritte Röhre des Gubristtunnels werden je eine neue Betriebs- und Lüftungszentrale im Bereich beider Portale erstellt. Hinzu kommt eine neue Betriebszentrale in der Tunnelmitte.

Fahrtrichtung
Die Verkehrsführung durch den Gubrist wird jener des Bareggtunnels entsprechen: Die neue, dritte Röhre ist in Richtung Bern und Basel befahrbar; die beiden bestehenden Röhren führen den Verkehr in Richtung St. Gallen.

Verladebahnhof
Auf der Seite Affoltern ist ein Verladebahnhof vorgesehen, damit der Aushub von 700 000 Kubikmeter Gestein mit der Bahn abtransportiert werden kann. Damit lassen sich insgesamt 160 000 Lastwagenfahrten vermeiden. Nach Bauende wird der Bahnhof zurückgebaut.