A1 Nordumfahrung Zürich

Archäologische Grabungen am Gubrist

Archäologische Grabungen am Gubrist

Im Vorfeld des Ausbaus der Nordumfahrung Zürich hat die Kantonsarchäologie bis 2014 in Regensdorf-Watt Ausgrabungen durchgeführt.

Archäologisch wichtige Gegenstände
Funde sichern, bevor sie durch Bauarbeiten beschädigt werden - mit diesem Ziel arbeitete das Bundesamt für Strassen ASTRA Hand in Hand mit der Kantonsarchäologie. Die Archäologen untersuchten im Auftrag des ASTRA eine 2000 Quadratmeter grosse Fläche an der Affolternstrasse in Regensdorf-Watt. Auf diesem Gelände wird ein vorübergehender Installationsplatz für den Ausbau der Nordumfahrung entstehen. Durch die entsprechenden Arbeiten auf dem Gelände könnten archäologisch wichtige Gegenstände beschädigt werden, die davor über Jahrhunderte unberührt im Boden ruhten. Durch die Ausgrabungen wurden diese Gegenstände rechtzeitig geborgen.

Spuren verschiedener Epochen
Im Projektgebiet fanden in den Jahren 2010 und 2012 bereits zwei Ausgrabungsetappen statt. Die Archäologen stiessen dabei auf Überreste von eisenzeitlichen Brand- und Körpergräbern und römische Grabmonumente. Zudem fanden sie Überreste von Siedlungen, Wegen und Strassen. Die Funde zeugen von Aktivitäten unserer Vorfahren vom Neolithikum (ab zirka 500 v. Chr.) über die Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.), die Latènezeit (zirka 500 bis 15 v. Chr.) und die Römische Epoche (15 v. Chr. bis zirka 450 n. Chr.) bis hin ins Hochmittelalter (10. und 11. Jahrhundert).